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13.02.2012

Jahrgangsfahrt des Beruflichen Gymnasiums nach London (15. Bis 20. Januar 2012)

43 Schüler, begleitet von drei Lehrern, begaben sich am 15. Januar 2012 für fünf Tage auf große Tour nach London – für viele bedeutete dies, zum ersten Mal in ihrem Leben die Britische Insel und die Metropole London persönlich kennenzulernen.

Nach endlos scheinender Busfahrt, Überquerung des Ärmelkanals von Calais nach Dover bei ruhiger See und Erstgewöhnung an den Linksverkehr erlebten wir in den frühen Morgenstunden in Greenwich einen herrlichen Sonnenaufgang vor den Toren Londons. Im Herzen der Stadt angekommen, gewannen wir zunächst einen ersten Eindruck bei einer Rundfahrt mit einem Stadtführer, mit vielen Informationen zur Stadt in englischer und deutscher Sprache. Mittags erreichten wir leicht übermüdet, aber voller Neugier schließlich unser Hotel „King Solomon“, gelegen nördlich des Zentrums im jüdischen Wohnviertel Golders Green. Nach dem Einchecken und Einrichten in unseren Zimmern begaben wir uns für den Rest des Tages auf individuelle Entdeckertour in die nähere und weitere Umgebung.

Der Hinweis unseres Hotels auf „kosher“ erschloss sich uns spätestens am nächsten Morgen – es gab keine Wurst zum Frühstück, dafür neben Marmelade, Butter, Eiern und Müsli reichlich Thunfisch- und Eiersalat sowie viel Gemüse. Gestärkt ging es dann mit dem Bus nach Windsor zum Besuch des Windsor Castle, der Wochenend-Residenz der Britischen Königin. Wer das Schloss nicht besichtigen wollte, konnte dem nahegelegenen renommierten Eton College (pro Schuljahr 30 000 £ Schulgeld, u.a. lernten auch Prinz William und Prinz Harry hier) einen Besuch abstatten, oder einfach nur durch den idyllischen Ort und seine Geschäfte streifen. Wieder in London, stand am Nachmittag Madame Tussauds auf unserer „to do“-Liste. Dort erlebten wir neben der Kontaktaufnahme mit Berühmtheiten der Vergangenheit und Gegenwart, gruseligen Momenten in der „Kammer des Schreckens“ sowie einer „Taxi“-Tour durch die Geschichte der Stadt („Spirit of London“) auch echt „großes Kino“: den Film „Marvel Super Heroes“ in 4D. Total irre! Einige von uns besuchten alternativ das nahegelegene Sherlock-Holmes-Museum und machten nähere Bekanntschaft mit jener weltberühmten literarischen Figur und seinem Begleiter Dr. Watson in der Baker Street 221 B. Anschließend kutschierten uns unsere Busfahrer Robin und Thomas bei einer Lichterfahrt routiniert durch das abendliche Verkehrsdickicht der Hauptstadt und vorbei an vielen weltberühmten Sehenswürdigkeiten Londons.

Der Mittwoch bot jedem die Möglichkeit, die Stadt individuell zu erobern. Ob zum Beispiel Shopping in der Oxford Street, Stippvisite bei Harrod’s, die St. Paul’s Kathedrale, das Parlamentsgebäude, Westminster Abbey, Picadilly Circus, oder die (meist kostenfreie) Nutzung des vielschichtigen Angebots an Museen je nach persönlichen Interesse – es gab wohl kaum jemanden, dem zum Ende des Tages nicht die Füße weh taten. Ganz Hartgesottene machten sich abends noch einmal auf in die Innenstadt: das abendliche Flair genießen, ins Kino oder zum Besuch eines Musicals. Für andere reichte es gerade noch für ein frisch gezapftes „Guinness“ und Fish and Chips in unserem nahegelegenen Stamm-Pub „Gate Lodge“.

Am Donnerstag hieß es leider schon Abschied von unserem zeitweiligen Zuhause zu nehmen: ein letztes Mal steuerten wir das Zentrum Londons an. Wer es bisher nicht geschafft hatte, nutzte jetzt die verbleibende Zeit z.B. zum Besuch des Tower of London, der Tower Bridge, des London Dungeon oder weiterer Sehenswürdigkeiten rund um den Tower. Mittags ging es dann mit Live-Musik und Gesang im Bus (Dank an unseren Künstler!) Richtung Dover, mit (viel zu kurzem) Zwischenstopp in Canterbury, wo sich die ganz Unentwegten unter uns eine Besichtigung der Kathedrale nicht nehmen ließen. Am frühen Abend brachte uns die Fähre (die letzten Pfund gingen hier in den Geldkreislauf Großbritanniens zurück) wieder auf den „Kontinent“ – das hieß auch, die Uhr eine Stunde vor- und sich auf den Rechtsverkehr umzustellen. Ziemlich erschöpft (erholsamer Schlaf im Bus war nicht wirklich möglich), aber mit vielen interessanten Eindrücken und gut gefüllten Einkaufstaschen erreichten wir schließlich Freitagvormittag Cottbus.

 

Galerie: Jahrgangsfahrt nach London

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